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Aquariana-Resonanzräume – Körper und Kontakt

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Resonanzräume – Körper und Kontakt

Tamao Stern

Wut im Bauch. Die Angst im Nacken. Die Laus läuft über die Leber.

Wir alle kennen Bilder, die ausdrücken, was klar und doch oft nicht bewusst ist – zwischen Körper und Gedanken, zwischen emotionalem Befinden und physischem Erleben besteht eine starke Verbindung. Dabei verstehe ich den Körper als weit mehr als ein biologisches Gewand. Unsere Körper sind die Seismographen unserer inneren Landschaften. Sie sind in ständigem Austausch, sie nehmen unglaublich viel wahr und auf, geben vielfältige Signale. Mit all ihren Sinnen suchen sie Kontakt und Verbundenheit, im innen wie im außen. Sie suchen nach Möglichkeiten, sich zu zeigen und berührt zu werden. Sie streben nach Ausgeglichenheit.

Nur haben viele von uns verlernt, auf ihre Körper zu hören, ihren Zeichen Glauben zu schenken, ihnen zu folgen. Wenn es nicht gerade ein lähmender Hexenschuss ist, der uns deutlich schmerzend keine Wahl lässt, sind wir ganz gut gedämpft unterwegs. Spüren ist vielerorts nicht hoch im Kurs. Gefühle haben und zeigen bitte nur in kontrollierten Bahnen!

Wut wird verbannt. Angst belächelt. Freude unterbewertet. Nicht immer, aber allzu oft.

Kontakt ist da erschwert möglich.
Aber wir sind doch ständig in Kontakt?! Oh ja, wir unterhalten uns in Cafés, wir grüßen die Verkäuferin an der Kasse (ich zumindest), wir schreiben in der U-Bahn SMS, lesen die neuesten Nachrichten und telefonieren täglich. Wir sind mitten im Geschehen, ganz nah dran. Doch was wie Kontakt aussieht, ist nicht gleichbedeutend mit In-Kontakt-Sein. In wie vielen dieser Momente fühlen wir uns wirklich verbunden? Spüren, wie es uns geht? Welche Signale unser Körper uns sendet? Wenn wir es denn tun, wie viel Raum geben wir dem? Wie gut hören wir zu? Handeln wir danach?

Wir halten sehr viel. Wir halten aus. Wir halten fest. Wir halten zurück. Das ist deutlich spürbar, emotional wie körperlich. Blockaden im Rücken, im Becken, im Denken. Gedeckeltes Fühlen.
Das ist durchaus verständlich. Die Rollen und Erwartungen, die wir zu erfüllen haben, verlangen uns einiges ab. Auch wenn es tolle Momente und Sonnentage geben mag – die Jonglage kostet ihre Kraft. Das Tempo, in dem wir uns bewegen, ist oft nicht unseres. Belohnt werden Anpassungsleistungen und Versagungen, die uns nicht selten Teile unserer Integrität kosten. Wir verlieren den Kontakt zu uns selbst. Und damit früher oder später auch den zu unserer Umwelt, zu anderen Menschen.

Unsere Körper sind in der Regel gute Ratgeber. Verspannungen haben selten ausschließlich mit der falschen Sitzhaltung zu tun. Hinter einem hartnäckigen Schnupfen steckt oft ein sehr realer Zustand, von dem wir die Nase voll haben. Beim Denken an den eigentümlichen Nachbarn haben Sie Magengrummeln? Welche Kröten mussten Sie schon schlucken?
Wir haben bereits mehr als eine Sprache. Wir haben einen außerordentlichen Resonanzraum in uns. Nur wissen wir oft nicht mehr, wie die Schwingungen zu deuten sind.
Das Schöne ist, es gibt kein „zu spät“ – wir können es wieder lernen, uns erinnern (lassen) und in Bewegung kommen!

Der Körper und sein Wissen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Er kann zu einem Kompass werden, der uns den Weg anzeigt. Wie viele gut geknüpfte Hüllen ihn umgeben mögen, er ist in der Lage, seine Landkarten mit uns zu teilen, wenn wir ihm den Raum dafür geben.
Genau das passiert im Psychodrama oder auch bei systemischer Aufstellungsarbeit (wenn auch in unterschiedlicher Art und Weise). Mit Begleitung treten Menschen heraus aus ihren gewohnten Grübelkreisen, aus dem immer wieder neu (Zer)Denken. Sie erlauben sich, für einen Moment auszubrechen aus dem Irgendwie-sein-Müssen. In einem solchen Prozess geht es ganz und gar um den Menschen im Fokus, um das, was ihn bewegt. Und das darf sich zeigen, so wie es für ihn stimmig ist, ob raumgreifend und bunt, oder klein und zaghaft.

Psychodrama erlaubt uns einen Blick hinein in uns selbst. Es geht gewissermaßen um eine Reise ins Innere, in unsere verankerten Bilder, Vorstellungen und Gefühle. Wir erlauben dem, was wir sehen, entdeckt zu werden, von uns selbst. Wir geben ihm eine Bühne. Es darf sich entfalten, für einen Moment, für eine Stunde, eine Szene … und darin wirken. Es passiert etwas in uns und mit uns, wenn die Dinge ihren Raum bekommen. Es entsteht Kontakt. Wir berühren uns selbst. Wir begegnen unseren inneren Stimmen. Wir probieren aus, was wir uns jenseits dieser Bühne, dieses Momentes vielleicht so nicht (zu)trauen würden. Darin begleite ich Sie.
Ich arbeite mit Ihnen daran, die Grenzen anzutasten, an der Fassade zu kratzen. Ihr eigenes Erleben steht dabei unangefochten im Mittelpunkt. Ihre Impulse leiten den Prozess. Ihre Stimmen füllen den Raum.
So kann ich z.B. viel über meine Angst oder meine Wut sprechen, ohne ihr je offenen Auges zu begegnen. Ich kann ihr ausgeliefert sein, weil ich es vermeide, in den direkten Kontakt zu gehen. Meist haben wir dafür sogar wirklich gute Gründe. Es ist gegebenenfalls auch leichter, sich an den Druck in der Brust oder die Nackenverspannung zu gewöhnen als sich der Frage zu stellen, in welchem Zusammenhang sie stehen könnten.

Wenn ich mir nun in einem geschützten Rahmen erlaube, meiner Angst oder meiner Wut zu begegnen, mich vorsichtig in einen Kontakt zu begeben … kann etwas ganz unerwartetes passieren. Es könnte sein, dass sie ganz anders ist als gedacht, kleiner z.B. oder selbstsicher. Es könnte sein, dass sie mir etwas zu sagen hat, etwa dass ihr die Anerkennung dafür fehlt, dass sie mich lange beschützt hat. Wenn sie dann so vor mir steht und leise um eine Umarmung bittet … oder hinter mir und sagt, dass sie müde sei vom vielen Halten- dann kann in der Begegnung ein Wandel geschehen. Im Erleben kann ein neues Spüren möglich werden. Das kann etwas sehr Heilsames sein.
Diese Art Raum berührt alle daran Beteiligten. Wir sind selten allein mit unseren Erfahrungen, unseren Glaubenssätzen. Im Teilen mit anderen entsteht Verbundenheit. Ein Grund mehr für mich, Gruppen wie SpielRaum* oder Intensiv-Wochenenden anzubieten.
Ich begleite. Ich halte den Rahmen, ich bin mit voller Aufmerksamkeit bei Ihnen. Ich gehe mit hinein in ein Bild, einen Zustand, eine angstbesetzte Situation, Ihre Freude, Ihre Kraft oder die Begegnung mit der Freundin. Sie dürfen ganz eintauchen oder vorsichtig Schritte wagen. Wohin die Schritte gehen, bestimmen Sie. Ich halte den Raum, Sie füllen und gestalten ihn. Im Übrigen darf das durchaus auch einfach Spaß machen und leicht sein. Auch Lachen verbindet!

Auch ich bin übrigens schon lange auf einer Reise mit mir und meinem Körper, mit meinen Erfahrungen und Emotionen – auch mein eigenes (Durch)Wachsen zeigt sich in meiner Arbeit.

Mitzuerleben, wie Menschen sich selbst begegnen, sich wieder spüren und vertrauen lernen – für mich ein großes Privileg! Ich begleite Sie gern ein Stück des Weges …

Tamao Stern im Aquariana

Tamao Stern

Systemische Therapie und Beratung, Psychodrama, HP

mehr Infos

www.tamao-stern.de

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