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Tipp des Monats


Hier verraten Ihnen unsere Naturheilkundigen im Aquariana mal ihre Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden. Manchmal wird auch eine Heilpflanze vorgestellt und ggfs. Rezepturen zum Nachmachen. Viel Spaß!                                                          

Im Rezeptarchiv finden Sie unsere gesammelten Werke von Gabriele Janke, Melanie Maria Holzheimer und anderen. Wir hoffen, Sie haben das eine oder andere nachgekocht, und es hat Ihnen geschmeckt.

Abwehrkräfte stärken                            Vogelmiere

Birgitt Paulus, HP und Apothekerin

Unsere Abwehrkräfte natürlich zu steigern und das Immunsystem zu stärken, gelingt mit einigen Hausmitteln und, nicht zu vergessen, mit Bewegung, Sauna und vor allem: mit Entspannung.
Bekannt sind Vitamin-C-haltige Tees aus Hagebutten und Sanddorn oder deren Säfte. Unbekannter ist das Kraut der Vogelmiere (Herba Stelariae mediae), es enthält neben Vitamin C weitere Nährstoffe für das Immunsystem, unter anderem Mineralien wie Kupfer, Magnesium, Zink, Eisen, Calcium, ätherische Öle, Kieselsäure und Carotin.

Teekur über 3 Wochen:
2 TL Kraut mit 250 ml Wasser übergießen, 10 min. ziehen lassen, 2 mal täglich eine Tassen trinken.
Häufig als Unkraut verkannt kann man die Vogelmiere an Wegrändern und Brachland finden und an ihren winzigen weißen Blüten erkennen. Diese Ernte ergänzt jeden frischen Salat und Kräuterjoghurt ,auch noch im Winter!

Grünes Blattgemüse, Karotten, Kartoffeln und Pastinaken dürfen in der „Immunstützenden Nährstoffküche“ nicht fehlen. Ergänzt durch schwefelhaltige, antibakterielle Wirkstoffe des Knoblauchs und der Zwiebeln ergibt sich ein leckeres Gericht:
1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen kleinschneiden und in Öl andünsten.600 g Pastinake bürsten oder dünn schälen, 4 Kartoffeln waschen schälen, 2 rote Paprika in kleine Stücke schneiden und mitdünsten. Mit ca. 200ml Apfelsaft, gemischt mit 100 ml Gemüsebrühe, ablöschen und das Gemüse 15 min. gar dünsten. Mit Salz, Pfeffer, Muskat oder auch Senf abschmecken.

Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirkung von Heilkräutern und Nahrungsmitteln nur teilweise. Dennoch wünsche ich mir, dass die Vielfalt natürlicher Produkte wieder Teil des Alltags wird.

In den monatlichen Abendvorträgen „Schüssler-Salz-Party“ zeige ich nicht nur hilfreiche Kombina-tionen an Schüssler-Salzen, sondern auch Teesorten und Lebensmittel, die sich für die „Selbst-medikation“ eignen.

Birgitt Paulus
Heilpraktikerin, Apothekerin
Körperenergiearbeit, Heilen mit Zeichen, Pflanzenheilkunde
Infos unter Tel. 28 83 39 25, info@praxis-koerperbalance.de


Termine und Themen der Schüssler-Salz-Partys:

13.12.11   Thema: Einschlafstörungen
17.01.12   Thema: Verdauung
14.02.12   Thema: Immunsystem
20.03.12   Thema: Entschlacken
17.04.12   Thema: Allergien
08.05.12   Thema: Körpergewicht
12.06.12   Thema: Haut

Dienstags, 1 x mtl.
17:30 Uhr: Schulung für medizinische Fachkräfte (Beitrag: € 20,-)
19:30 Uhr: Infoabend, Vorkenntnisse nicht erforderlich (Beitrag: € 10,-)


Bildquelle mit Dank: Rosel Eckstein / pixelio.de



Lavendel (Lavandula officinalis)                                                     

Kurzportrait von Daniela Stöffin, HP

Der Lavendel gehört zu den Lippenblütlern und wächst bevorzugt an sonnigen, trockenen und kalkhaltigen Standorten. Die strauchartige Pflanze kann bis über einen Meter hoch werden, hat bläulichsilbrige Blätter und trägt von Juni bis August die typischen blaulilafarbenen Blütenquirle. Sie ist nur bedingt winterhart, kann an geschützten Standorten aber mehrere Jahre alt werden.

Früher wurde die wertvolle Wäsche vor Mottenbefall geschützt, indem man mit getrocknetem Lavendel gefüllte Beutelchen in die Wäscheschränke legte. Als Nebeneffekt bekamen Bettwäsche und Kleidung einen angenehmen Duft. Diese Methode wird von umweltbewussten Menschen weiterhin gern als Alternative zur Chemie im Kleiderschrank genutzt.
Auch gegen andere Plagegeister ist diese Pflanze wirksam: Lavendeltinktur hält Mücken ab und hilft auch gegen den Juckreiz, wenn man bereits gestochen wurde.

In Tees können Lavendelblüten als Teil einer Mischung verwendet werden, z. B. bei Schlafstörungen oder nervösen Magenbeschwerden.
Eine gute Alternative zur inneren Einnahme ist die Verwendung als Badezusatz, besonders bei Kindern, die den Tee wegen des leicht bitteren Geschmacks oft nicht mögen.

Generell wirkt Lavendel beruhigend und ausgleichend, blähungs- und krampflösend und entzündungshemmend.

Rezept
Zum Ausprobieren - Lavendel-Rosmarin-Marinade für Hühnerfleisch*
Olivenöl
Balsamico- oder Weißweinessig
Pfeffer
Knoblauch
Rosmarinblätter
Lavendelblüten
Zitronensaft (nur wenige Tropfen)

Olivenöl, Essig und weitere Zutaten je nach Geschmack mischen, vom Rosmarin und Lavendel je ca. ein Teelöffel für vier bis sechs Stücke Fleisch. Für ein intensiveres Aroma die Kräuter kurz anquetschen. Das Fleisch am besten über Nacht darin einlegen.

Diese Marinade weckt Erinnerungen an Urlaube am Mittelmeer und hilft Magenbeschwerden vorzubeugen. Besonders lecker ist sie, wenn das Fleisch gegrillt wird.

* Das Rezept wurde mit Tofu noch nicht ausprobiert – Erfahrungsberichte nehmen wir gern entgegen!

Foto mit Dank von Sylvia Voigt / pixelio.de




Kamille (Matricaria chamomilla)                                                           

Kurzportrait von Daniela Stöffin, HP

Die Echte Kamille gehört zu den Korbblütlern und die meisten Menschen sind ihr bereits auf Spaziergängen begegnet. Sie fühlt sich auf humosen Lehmböden wohl und wächst besonders gern am Ackerrand oder auf Freiflächen. In der Stadt findet man sie oft am Rand von Baustellen. Die krautige Pflanze hat einen körbchenförmigen gelben Blütenstand mit einem Kranz von weißen Zungenblüten, ihre Blütezeit dauert von Mai bis September. Verwechslungsgefahr besteht z. B. mit der Hundskamille, Kennzeichen der Echten Kamille ist der innen hohle Blütenboden.

Bekannt ist der Kamillentee als Mittel gegen Bauchschmerzen und zur Beruhigung, das besonders Kindern gern gegeben wird. Hier sollte man jedoch nicht übertreiben, denn ein Zuviel kann die beruhigende Wirkung umkehren und reizbar und aufgeregt machen. Weitere Anwendungsbereiche der Kamille sind z. B. Entzündungen, Hautprobleme, bestimmte rheumatische Erkrankungen und Erschöpfungszustände. Vorsicht ist geboten bei einer Allergie gegen Korbblütler und in der Schwangerschaft.

Zum Ausprobieren - Rezept für ein pflegendes und entspannendes Fußbad:
5 Tropfen Lavendelöl
1 Tasse Kamillentee (15 Minuten ziehen lassen)
2 Esslöffel Meersalz (normales Küchensalz geht auch)
1 Tasse zimmerwarme Milch

Alles zusammen in eine Schüssel mit angenehm warmem Wasser geben
und die Füße für 15 Minuten darin baden.

Foto mit Dank von pixelio.de © Gerhardt

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