Aquariana-Logo
Aquariana Logo
Praxis- und Seminarzentrum

Aquariana BLOG-Artikel

Aquariana-Seelenpartnerschaft oder emotionale Abhängigkeit?
Willkommen » BLOG » Seelenpartnerschaft oder emotionale Abhängigkeit?

Blog-Navigation: Alle Artikel,

Seelenpartnerschaft oder emotionale Abhängigkeit?

Seelenpartnerschaft oder emotionale Abhängigkeit?

Ein Artikel von Jessica Samuel

Erscheinungsdatum: 27. Februar 2018
Schlagwörter: Beziehungen, Selbsterfahrung

 

Ein Wort vorweg: Liebe Männer, bitte fühlen auch Sie sich eingeladen, diesen Artikel zu lesen, obwohl ich mich in erster Linie an Frauen richte. Möglicherweise gibt er Ihnen Aufschluss darüber, warum sich Frauen manchmal so verhalten, wie sie sich eben verhalten. Und vielleicht finden Sie auch den einen oder anderen Impuls für Ihr persönliches Beziehungsleben ;-)

Seelenpartnerschaften – oder Wachstumsbeziehungen – sind in aller Munde. Doch was macht eine Seelenpartnerschaft eigentlich aus? Und worin unterscheidet sie sich von der emotionalen Abhängigkeit, in der so viele Frauen verharren, ohne dass ihnen das bewusst ist?

Hier kommen fünf Kriterien, um das eine vom anderen zu unterscheiden und ggf. Schritte zur Transformation setzen zu können:

1. Er tut Ihnen nicht gut.
„Mein Verstand sagt nein, aber mein Herz kommt von diesem Mann nicht los. Ich glaube, wir sind Seelenpartner…“ Wenn Sie in diesem emotionalen Karussell sitzen und leiden, kann von Seelenpartnerschaft keine Rede sein. Leid in einer Beziehung ist eine Wachstumschance und Sie haben die Möglichkeit, konstruktiv damit umzugehen. Aber Achtung: Leidensfähigkeit ist keine Stärke! Immer noch mehr auszuhalten oder immer noch unwürdigere Behandlung zu ertragen ist nichts, worin Sie noch besser werden müssen. Die Herausforderung ist nicht, sich ein immer dickeres Fell zuzulegen, um weniger zu leiden. Wählen Sie stattdessen die Selbstliebe: Lernen Sie, Ihre Beziehung als Spiegel zu betrachten und gehen Sie in die Eigenverantwortung. Lernen Sie, sich selbst und Ihre Würde zu achte und mit aller Konsequenz für Ihren Wert einzustehen. Die gute Nachricht: Wenn der Mann dann trotzdem bleibt und sich mit Ihnen ent-wickelt, könnte er tatsächlich Ihr Seelenpartner sein. Wenn er Ihre Realität verlassen will, weil er sich mit Ihrer wahren Größe nicht in Resonanz geht, ist es kein großer Verlust.

2. Sie haben Verlustängste.
In einer Seelenpartnerschaft regiert die Freiheit. Wenn der andere entscheidet, sein Leben lieber ohne Sie verbringen zu wollen, dann können Sie ihn in Liebe gehen lassen, ohne Kampf oder Drama. Wenn Sie dagegen fürchten, den Partner zu verlieren oder sich die akute Zurückweisung unerträglich anfühlt, haben Sie noch eine Hausaufgabe zu bewältigen: Stellen Sie sich Ihrer Angst. Angst in einer Beziehung verleitet Sie dazu, Dinge zu tun, die Sie sonst nicht tun würden. Zum Beispiel Kompromisse einzugehen, auf die Sie in Wahrheit keine Lust haben. Oder Zugeständnisse zu machen, die Ihren Werten widersprechen. All das sind Versuche, Kontrolle auszuüben und die Situation zu beeinflussen, um zu vermeiden, dass dieser Mann geht. Wenn er am Absprung ist, während Sie ihn in der Beziehung halten wollen, haben Sie einen Interessenskonflikt. Die Frage ist: Ist IHRE Liebe groß genug, ihn gehen zu lassen, wenn sich das für ihn besser anfühlt? Wenn Sie ihn nicht in Liebe ziehen lassen können, sind Sie – noch - keine Seelenpartner. Wenn Ihr Wunsch, an dieser Beziehung festzuhalten größer ist als Ihr Respekt vor seinem freien Willen, hängen Sie in einer emotionalen Abhängigkeit fest. Erforschen Sie in diesem Fall Ihre alten Beziehungsmuster und Verlustängste, denn es gibt dann offensichtlich noch alten Schmerz, der gesehen und integriert werden möchte.

3. Sie bleiben klein.
Wenn sich zwei Seelenpartner zusammenfinden, so wachsen sie nicht nur aneinander, sondern ergeben zusammen mehr als nur die Summe zweier Teile. Die Entwicklung, die für jeden einzelnen in dieser Partnerschaft stattfindet, ist anstrengend und richtige Arbeit, aber sie lässt Sie beide ganzer werden und dabei immer mehr erstrahlen. Wenn Ihnen in einer Beziehung nur zum Jammern ist und weder Ihr volles Potential noch das Ihres Partners in dieser Beziehung zur Entfaltung kommt, dann leben Sie keine Seelenpartnerschaft, sondern sind  in eine emotionale Abhängigkeit verstrickt. Erforschen und lösen Sie darum, was Sie in der Tiefe hemmt und beginnen damit, sich in all Ihren Lebensbereichen authentisch auszudrücken.

4. Er ist noch nicht so weit.
„Wir sind Seelenpartner, aber er hat sich getrennt. Wie hat unsere Liebe noch eine Chance?“ Sie sind davon überzeugt, dass Sie beide Seelenpartner sind, aber er will davon nichts wissen oder ist noch nicht so weit? Dann hat diese Verbindung eine wichtige Lernaufgabe für Sie: LOSLASSEN. Bedingungslos und radikal. Wenn Sie wirklich Seelenpartner sind, können Sie das gefahrlos tun, denn dann kann nichts diese Liebe mindern. Wenn Sie jedoch entgegen seinem Verhalten und gegen seinen Willen an ihm festhalten, sagt das mehr über SIE aus als über ihn: IHNEN fehlt das Vertrauen. In ihn und vor allem in sich selbst. Und ohne (Selbst)Vertrauen gibt es keine Liebe. Nicht die Beziehung als solche macht einen Seelenpartner zum Seelenpartner, sondern WIE Sie diese Beziehung leben. Nehmen Sie darum die Lernaufgabe an, vor die Sie gestellt werden: Geben Sie die Kontrolle auf. Lassen Sie ihn los. Stellen Sie sich all den Ängsten, die damit verbunden sind und heilen Sie so Ihren tiefsten Schmerz.

5. Alles dreht sich um ihn.
Er ist Ihr Lebensmittelpunkt, Ihre Sonne. Der, der Ihrem Leben Sinn verleiht und ohne den alles weniger Freude macht? Das ist keine Seelenpartnerschaft. All unsere Partner sind unbequeme Engel, die Finger in Wunden legen, zielsicher unsere Schwachstellen aufspüren und genau die Punkte drücken, die richtig weh tun. Umgekehrt natürlich auch. Seelenpartnerschaft wird aus einer Beziehung dann, wenn jeder für sich in genau diesen Momenten in die Eigenverantwortung geht und sich darauf einlässt, den Partner lediglich als Spiegel des eigenen Selbst zu sehen anstatt am Partner den eigenen Schmerz bekämpfen zu wollen. Wenn es mir gelingt, in diesen Momenten ganz bei mir zu bleiben und den Partner aus der Verantwortung zu entlassen, für mein Wohl oder Weh verantwortlich zu sein, dann kann Seelenpartnerschaft entstehen. Wenn Sie sich in diesen Momenten zeigen mit Ihrem Wert und Ihrer Würde, geben Sie Ihrem Partner die Freiheit, sich bewusst für ein Leben mit Ihnen zu entscheiden, und aus dieser Freiheit kann wahre Liebe erwachsen.

Seelenpartner sind NICHT die Menschen, ohne die wir nicht leben können oder wollen. Seelenpartner sind die Menschen, die uns durch ihr Sein transformieren.

Haben Sie Lust auf eine wahrhaftige Wachstumsbeziehung? Dann fangen Sie bei sich selbst damit an <3 Ich begleite Sie gerne auf Ihrem Weg.

Herzensgrüße,
Ihre
Jessica Samuel

Kommentare (2)

  • Daniela Wiegner schreibt am 28.Februar 2018

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel, der liebevoll und klar zusammenfasst, was es zu diesem Thema zu sagen gibt.
    Ich werde ihn weiterleiten :).

  • Tania Ribeiro schreibt am 09.Mai 2018

    Wunderbar Post !!!! Ich liebe diese Thema :)

Neuer Kommentar







Datenschutz
Mit dem Absenden Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Nutzung der übermittelten Daten einverstanden. Falls Sie damit nicht einverstanden sind, nutzen Sie bitte nicht dieses Formular. Eine Weitergabe Ihrer personenbezogenen Daten an Dritte zu Werbezwecken erfolgt nicht. Weitere Informationen zum Thema Datenschutz erhalten Sie in meiner Datenschutzerklärung.